5 Bücher, die deine Sichtweise auf queere Identitäten verändern werden

 

 

Wenn die Gesellschaft wirklich alle Arten von Menschen akzeptieren und verstehen soll, müssen wir eine gleichberechtigte Plattform schaffen, auf der alle Stimmen gleichermaßen angehört und respektiert werden.

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WARUM IST ES WICHTIG, BÜCHER VON QUEEREN AUTOREN ZU LESEN?

Wie viele Bücher von queeren Autoren hast du in der Schule oder an der Universität gelesen? Literarische Texte, die im akademischen Umfeld studiert werden, sind überwiegend von heterosexuellen, gleichgeschlechtlichen Menschen geschrieben, es sei denn, ein bestimmtes Modul, das etwas außerhalb der wahrgenommenen Norm bietet, sieht etwas anderes vor. Wenn queere Texte mehr gelesen und respektiert werden, können sich queere Menschen als Teil der "normalen" Gesellschaft fühlen und nicht als etwas, das sich vom Status quo unterscheidet. Wie können wir erwarten, dass sich die nächste Generation queerer Menschen sicher, akzeptiert und wertgeschätzt fühlt, wenn Menschen wie sie nicht in den Mainstream-Medien und der Literatur vorkommen? Die folgenden Bücher sind von oder über queere Menschen geschrieben - aber unabhängig davon sind sie unglaubliche Werke, die es in sich haben.

 
 
 
 

QUEERE BUCHEMPFEHLUNGEN

Giovanni’s Room (1956) by James Baldwin

Baldwins Roman über Identität und Zugehörigkeit handelt von einem in Paris lebenden Amerikaner, der sich sowohl an seinem Wohnort als auch in seinem Selbstverständnis fehl am Platz fühlt. Sein Widerwille, sich von dem zu trennen, was man von ihm als Amerikaner erwartet, macht seine Reise zum Glück schwierig und frustrierend. Dieser Kurzroman erzählt eine herzzerreißende und zugleich wunderschöne Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler und Giovanni, die von Leidenschaft angeheizt und von Angst und Zweifeln geplagt wird.

A Little Life (2015) by Hanya Yanagihara

A Little Life folgt einer Gruppe von vier Freunden, die in New York leben, von der Collegezeit bis zu den Senioren, und zeigt auf komplexe Weise ihre Dynamik und die brutale Realität, wie Freundschaft durch Liebe, Eifersucht und frühere Traumata beeinträchtigt wird. Yanagihara schreibt auf wunderbare Weise - sie verwendet eine einfache Sprache, um alltägliche und normale Situationen auf so delikate Weise zu vermitteln, dass das Gewöhnliche zum Nachdenken anregt.

Sie stellt die Stimmen der Randgruppen in den Mittelpunkt ihres Romans und gibt uns so die Chance, ein Trauma zu verstehen, das die meisten von uns glücklicherweise nie erlebt haben. Man wird von ihren Worten und Geschichten gefesselt und möchte unbedingt mehr über die Figuren erfahren. Dank ihrer detaillierten Beschreibungen und der Länge des Romans fühlen sie sich wie echte Menschen an.

Oranges Are Not The Only Fruit (1985) by Jeanette Winterson

Ein halb autobiografischer Roman, der die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, das in einem streng christlichen Haushalt aufwächst und mit zunehmendem Alter seine Sexualität entdeckt. Herzerwärmend und humorvoll, aber auch düster und traurig, wird dieser Roman Sie gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringen. Im gesamten Buch gibt es märchenhafte Einschübe, die den Leser*in in ein alternatives Universum entführen und ein poetisches Leseerlebnis bieten, das zwischen parallelen Welten wechselt, die sich gegenseitig beleuchten.

Winterson wehrt sich dagegen, als lesbische Autorin bezeichnet zu werden - aber die Geschichte von Jeanette ist entscheidend für das Verständnis der Verwirrung und der Missverständnisse, die mit lesbischen und queeren Sexualitäten aufgrund mangelnder Aufklärung verbunden sind.

 
 
 
 

Virgin Territory (1985) by Sara Maitland

Maitland bietet einen interessanten Einblick in das verdrängte Lesbentum innerhalb christlicher Gemeinschaften. Die Geschichte folgt Anna, einer Nonne, bei der Verleugnung und Unterdrückung ihrer Sexualität. Ihre Reise ist turbulent und schmerzhaft zu lesen, aber entscheidend für das Verständnis, wie lesbische Frauen im Laufe der Geschichte wegen ihrer Sexualität gemieden wurden.

Maitland hinterfragt das Konzept der Jungfräulichkeit und was es bedeutet: ob es für Frauen positiv oder negativ ist. Sie stellt in Frage, wie wir von der Gesellschaft auf die Wahrnehmung von Jungfräulichkeit und Weiblichkeit konditioniert wurden.

The Black Flamingo (2019) by Dean Atta

Ein Coming-of-Age-Roman in Versform, der die Geschichte eines Jungen erzählt, der an der Universität seine alternative Persönlichkeit entdeckt, als er der Drag Society beitritt. Der in Form eines langen Gedichts geschriebene Roman ist eine schnelle und fesselnde Lektüre - direkt aus dem Herzen. Atta setzt sich mit Themen wie Rasse, Homophobie, Freundschaft, Familie und Selbstidentität auseinander und feiert gleichzeitig die wunderbare Kraft der Travestie, Menschen von ihren Sorgen zu befreien und ihre Stärke zu entdecken.

Lasse uns daran arbeiten, die brillante Arbeit von queeren Autoren und Autorinnen zu feiern. Wir müssen uns aktiv darum bemühen, ihre Geschichten, Stimmen und Ideen zu würdigen, und zwar in demselben Maße, wie wir es bei heterosexuellen Autoren des Cis-Geschlechts getan haben. Für die Kinder von morgen ist eine gleichberechtigte Vertretung in der Literatur (insbesondere in akademischen Einrichtungen wie Schulen und Universitäten) unerlässlich.

 

  + Words: 

Florenne Earle Ledger 
Luxiders Magazine