Musik hat die Kraft, die Welt zu retten

 

 

Musik hat die Fähigkeit, einen Akkord zu treffen. Seit Jahrzehnten tragen Musiker dazu bei, das Bewusstsein für die Umwelt weltweit zu schärfen.

 
 
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Die Besorgnis über den Klimanotstand wächst sprunghaft. Immer mehr Personen des öffentlichen Lebens stellen sich die Frage, wie sie ihren Fußabdruck auf die Umwelt reduzieren können. Musiker waren schon immer große Fürsprecher für die Umwelt und halfen, das Bewusstsein mit ihrer besten Waffe zu schärfen: Musik.

EINE HISTORISCHE TRADITION

Laut dem Buch Music in American Life: The Songs, Stories, Styles and Stars that Shaped Our Culture lässt sich die Verwendung von populären und anderen Arten von Protestsongs, um die Ideen oder Ziele des Umweltaktivismus zu fördern, bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. "Woodman! Spare that Tree!" von George Morris und Henry Russell, das 1837 veröffentlicht wurde, gilt als die erste Musik ihrer Art.

 
 
 
 

Ein Sprung ins Jahr 1969 zeigt, dass eine Ölpest im Santa-Barbara-Kanal, die mehr als 10.000 Meerestiere tötete, das Ereignis war, das Umweltbelange ins Rampenlicht rückte. Nach diesem Ereignis führte eine Welle von Aktivismus auf dem Campus zur Einführung des ersten Earth Day im Jahr 1970. Die 70er Jahre waren ein Jahrzehnt des steigenden Umweltbewusstseins; die Beach Boys, bekannt durch den Song Surfin', führten wohltätige Aktionen zur Reinigung der Strände durch.  Die Rettung des Meereslebens, insbesondere der Wale, wurde in den späten 70er Jahren zur obersten Priorität der Musiker.

Die 80er Jahre standen ganz im Zeichen des Handelns. Neben Benefiz-Shows sorgten Künstler wie Prince, Sting und R.E.M. dafür, dass die CD-Longboxen schnell auslaufen. Phish haben Lebensmittel von lokalen Bauernhöfen bezogen und recycelte Baumwolle für T-Shirts verwendet, um die Touren umweltfreundlich zu halten. Willie Nelson brachte seine Marke für Biodiesel auf den Markt, während er einer der Hauptunterstützer des Live Aid Musikfestivals war.

 
 
 
 

VEREINT FÜR EINE SACHE

In den letzten Jahrzehnten haben Musiker eine Vielzahl von Songs beigesteuert, die die Essenz des Umweltaktivismus in verschiedenen Musikstilen eingefangen haben. In der Tat hat sich das Thema als musikalisches Thema verbreitet. So hat die Musik die Entwicklung subkultureller Proteste mobilisiert und unterstützt, und heute sind Lieder, die für die Umwelt kämpfen, überall zu finden. Sie werden weltweit von Künstlern aus allen Kontinenten vorgetragen.

Unter den Mainstream-Bands finden wir The 1975, die es geschafft haben, den Kohlenstoff-Fußabdruck ihrer Tour zu reduzieren, indem sie einen europäischen Kraftstoff und Solarenergie verwenden. Außerdem haben sie versprochen, für jedes verkaufte Ticket einen Baum zu pflanzen und eine Rede der weltweit bekannten jungen Aktivistin Greta Thunberg auf ihrem selbst benannten Track zu präsentieren.

 
 
 
 

Thunberg wurde zum Gesicht der "Fridays for Future"-Bewegung und inspirierte Millionen von Teenagern, für eine bessere Welt zu kämpfen, denn es gibt keinen Planet B. Als Mit-Teenagerin hat Billie Eilish offen für ihren Kampf gesprochen und sich dafür eingesetzt. In "All Good Girls Go to Hell" finden wir sowohl im Musikvideo als auch im Text des Liedes deutliche Hinweise auf den Klimawandel. Eilish ist ein Engel, der in eine Pfütze fällt, die wie Öl aussieht, sie singt über die Brände in Kalifornien und im Refrain sehen wir, wie ihre Umgebung in Flammen steht.

 
 
 
 

Der Popstar P!nk ist ein führendes Beispiel für umweltfreundliche Künstler. Sie hat ihren eigenen Garten, der mit unschädlichen Chemikalien für den Boden wächst und versucht, eine vegane Ernährung beizubehalten. Was ihre Tourneen betrifft, so hat sie sich 2019 mit Reverb zusammengetan, um das Bewusstsein für die Sache zu schärfen. Gemeinsam organisierten sie eine Aktion in jedem Dorf der Tourstopps und leiteten fast 4.000 Gallonen Abfall um, sammelten 3.900 Pfund Kompost und vermieden 3.200 Einweg-Plastikflaschen backstage.

Musiker beziehen eindeutig Stellung im Kampf gegen den Klimawandel. Mit Songs, umweltfreundlichen Tourneen und dem Pflanzen von Bäumen für jedes verkaufte Ticket schaffen sie ein Bewusstsein für den Klimawandel.

 

 +  Words: Ane Briones, Luxiders Magazine 

Journalism graduate | Basque Country based writer

IG: @anebriones