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Kollagen natürlich fördern | Die besten Lebensmittel, Hautpflegewirkstoffe und Lebensgewohnheiten

Kollagen ist das Protein, das unsere Haut straff, unsere Gelenke stabil und unser Bindegewebe gesund hält. Da die körpereigene Kollagenproduktion mit zunehmendem Alter auf natürliche Weise abnimmt, können die richtige Ernährung, eine gezielte Hautpflegeroutine und bewusste Lebensgewohnheiten dazu beitragen, den Kollagenhaushalt des Körpers zu unterstützen. Entdecke die besten Lebensmittel, Wirkstoffe und täglichen Gewohnheiten, die eine gesunde Kollagenproduktion auf natürliche Weise fördern.

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Was ist Kollagen?

Eine in der National Library of Medicine veröffentlichte Studie beschreibt Kollagen als ein natürliches Protein, das den wichtigsten strukturellen Bestandteil des tierischen Bindegewebes bildet. Dazu gehören auch unsere Haut, Knochen, Sehnen, Knorpel und Bänder. Seine einzigartige Tripelhelixstruktur verleiht diesen Geweben Festigkeit und Flexibilität. Kollagen trägt zur Gesundheit der Gelenke bei, unterstützt die Wundheilung und spielt eine entscheidende Rolle für eine straffe, elastische Haut. Im Körper ordnen sich Kollagenmoleküle auf natürliche Weise zu starken Fasern und Netzwerken an, die überall dort strukturellen Halt bieten, wo sie vorkommen.

Die registrierte Ernährungsberaterin und preisgekrönte Ernährungsexpertin Lauren Manaker erklärt, dass sich die Kollagenproduktion in erster Linie durch die Lebensmittel unterstützen lässt, die wir täglich zu uns nehmen. In diesem Artikel stellen wir einige ihrer Ernährungsempfehlungen vor.

Kollagen über die Ernährung aufnehmen

  • Fleisch

Insbesondere Rindfleisch, vor allem Knochen und Bindegewebe, wird häufig zur Unterstützung des Kollagenstoffwechsels empfohlen. Dennoch ist es wichtig zu bedenken, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch weder für unsere Gesundheit noch für die Umwelt optimal ist. Empfehlenswert ist eine abwechslungsreiche Ernährung, die uns mit allen notwendigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt, unser körperliches Wohlbefinden unterstützt und zugleich unseren ökologischen Fußabdruck reduziert.

  • Knochenbrühe

Sie gehört zu den bekanntesten Lebensmitteln zur Unterstützung des Kollagenhaushalts. Tierknochen sind von Natur aus reich an Kollagen, das beim langsamen Köcheln freigesetzt wird.

  • Hühnerfleisch

Insbesondere mit Haut verzehrt, enthält es viel Kollagen vom Typ II. Dieses trägt zur Gesundheit der Gelenke bei und kann sogar helfen, Beschwerden bei Arthritis zu lindern.

  • Schweinekrusten

Sie werden aus Schweinehaut hergestellt, die von Natur aus reich an Kollagen ist. Beim Verzehr spaltet der Körper das Kollagen in Aminosäuren auf, die dazu beitragen, die körpereigenen Kollagenstrukturen zu reparieren und neu aufzubauen.

  • Eigelb

Eigelb enthält von Natur aus kein Kollagen, liefert jedoch Prolin, eine Aminosäure, die für die Kollagenproduktion benötigt wird.

  • Milchprodukte

Sie sind reich an Kalzium und enthalten die Aminosäuren Prolin und Glycin. Beide tragen dazu bei, die Elastizität der Haut zu erhalten.

Für Pescetarier und alle, die Fisch bevorzugen

Marines Kollagen, auch Fischkollagen genannt, besitzt eine hohe Bioverfügbarkeit und besteht überwiegend aus Kollagen vom Typ I. Austern enthalten beispielsweise besonders viel Zink. Bereits eine Portion kann den täglichen Bedarf decken. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung und Reparatur von Kollagen und trägt damit zur Gesundheit der Haut bei. Darüber hinaus sind Austern reich an Aminosäuren wie Glycin und Prolin, die der Körper zur Herstellung von Kollagen verwendet.

Für Menschen mit pflanzenbasierter Ernährung

Auch wer keine tierischen Produkte konsumiert, kann die körpereigene Kollagenproduktion über die Ernährung unterstützen. Besonders wichtig sind dabei pflanzliche Lebensmittel, die reich an Vitamin C, Zink und Kupfer sind.

Dazu gehören Zitrusfrüchte, Beeren, Bohnen, Knoblauch, rote und grüne Paprika, Tomaten, Brokkoli, Vollkornprodukte wie Reis, Mais und Weizen sowie Nüsse, insbesondere Cashewkerne.

Vitamic C
@Freestocks via Unsplash

Kollagen durch Hautpflege fördern

Mit zunehmendem Alter verändert sich unsere Haut, und die Kollagenproduktion nimmt ab. Dadurch verliert sie an Elastizität und wird anfälliger für Falten. Um die Kollagenproduktion in späteren Lebensphasen zu unterstützen, können wir unsere Hautpflegeroutine anpassen und Wirkstoffe integrieren, die die Kollagenbildung fördern.

  • Hyaluronsäure

Sie kann dazu beitragen, die Feuchtigkeit der Haut zu bewahren und ihre Elastizität und Festigkeit zu unterstützen. Hyaluronsäure wird auf natürliche Weise vom Körper produziert und spielt eine aktive Rolle bei der Wundbildung und Wundheilung. Der Gehalt an Hyaluronsäure nimmt mit zunehmendem Alter der Haut ab, weshalb es sinnvoll sein kann, sie in die tägliche Hautpflege zu integrieren.

  • Retinol

Carotinoide wie Retinol und Beta Carotin sind starke Antioxidantien, die zu den Formen beziehungsweise Vorstufen von Vitamin A gehören. Sie können dazu beitragen, die Haut gesund und strahlend erscheinen zu lassen. In der Hautpflege können Retinoide außerdem helfen, sonnenbedingten Hautschäden entgegenzuwirken. UV Strahlen beschleunigen den Abbau von Kollagen und fördern damit langfristig die Hautalterung.

  • Aloe Vera

Aloe Vera Gel ist reich an essenziellen Aminosäuren und wertvollen Zuckerverbindungen, die die Kollagenproduktion der Haut unterstützen können. Dabei stimuliert es sogenannte Fibroblasten, Zellen im Bindegewebe, die für die Bildung von Kollagen und anderen strukturgebenden Bestandteilen verantwortlich sind. Sie tragen dazu bei, der Haut und dem gesamten Körper Festigkeit und Halt zu verleihen.

  • Schneckenschleim

Auch wenn Schneckenschleim zunächst wie ein ungewöhnlicher Hautpflegewirkstoff erscheinen mag, zeigen Studien, dass er die Kollagenproduktion unterstützen und die Wundheilung fördern kann.

  • Vipernvenom

Vipernvenom mag zunächst beunruhigend klingen, besteht jedoch größtenteils aus Proteinen und Peptiden, also aus Bausteinen, die auch im menschlichen Körper vorkommen. In der Medizin wurden bestimmte dieser Proteine zur Entwicklung von Medikamenten gegen Bluthochdruck oder Blutgerinnsel eingesetzt. In der Hautpflege werden Cremes winzige Mengen synthetisch hergestellter Peptide zugesetzt, die den Bestandteilen von Vipernvenom nachempfunden sind. Sie sollen die Gesichtsmuskulatur vorübergehend entspannen, Fältchen glatter erscheinen lassen und der Haut ein jüngeres Aussehen verleihen. Gleichzeitig können diese Peptide dazu beitragen, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren, wodurch sie praller und frischer wirkt.

Wie unser Lebensstil die Kollagenproduktion beeinflusst

Unsere Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Kollagenproduktion der Haut zu erhalten und anzuregen.

Bewegung ist dabei ein entscheidender Faktor. Insbesondere Krafttraining hat sich in jüngsten Untersuchungen als wertvoller Verbündeter für die Kollagenbildung erwiesen. Eine Studie mit einem 16-wöchigen Trainingsprogramm zeigte, dass sowohl Ausdauertraining als auch Krafttraining die Elastizität und Struktur der Haut verbessern können. Krafttraining kann insbesondere dazu beitragen, die Hautdicke zu erhöhen. Auch wenn die genauen Zusammenhänge noch erforscht werden, ist deutlich erkennbar, dass regelmäßige körperliche Aktivität dazu beitragen kann, die Haut jünger aussehen und sich vitaler anfühlen zu lassen.

Ebenso wichtig ist es, die Haut vor der Sonne zu schützen. Längere, ungeschützte Sonneneinstrahlung kann Altersflecken und vorzeitige Faltenbildung begünstigen. Hinzu kommen ernstere Risiken durch intensive UVB-Strahlung, darunter Hautkrebs.

Fachleute warnen außerdem vor dem Rauchen und einem übermäßigen Konsum von Koffein. Beim Rauchen werden bestimmte Immunzellen im Körper, sogenannte neutrophile Granulozyten, dazu angeregt, Kollagen abzubauen. Dabei entstehen Fragmente, die diese Immunzellen weiterhin aktiv halten und einen schädlichen Kreislauf auslösen können, der Entzündungen und schwere Lungenerkrankungen begünstigt. Ein hoher Koffeinkonsum kann zudem den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und der Haut beeinträchtigen, wodurch die Haut weniger prall und gesund erscheinen kann.

Ein gesunder Kollagenhaushalt lässt sich nicht allein durch Hautpflegeprodukte unterstützen. Eine ausgewogene Ernährung mit kollagenfördernden Nährstoffen, gezielt ausgewählte Wirkstoffe wie Hyaluronsäure und Retinoide sowie bewusste Lebensgewohnheiten können gemeinsam zu einer kräftigeren, widerstandsfähigeren Haut und gesunden Gelenken beitragen. Ein ganzheitlicher Ansatz unterstützt die natürliche Kollagenproduktion des Körpers und fördert das langfristige Wohlbefinden.

Titelbild:
© Ibnu Ihza via Unsplash

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